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Offshore: Keine wesentlichen Gefahren für Meeresumwelt

Das Bundesumweltministerium (BMU) und das Bundesverkehrsministerium (BMVBS) haben Ende Oktober gemeinsam mit dem Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) in Berlin die Ergebnisse von fünf Jahren ökologischer Begleitforschung am Offshore-Testfeld alpha ventus vorgestellt. Die Forschungsergebnisse haben gezeigt, dass befürchtete Entwicklungen wie die Verödung der Fauna oder der Massenschlag bei Vögeln am untersuchten Offshore-Windpark nicht eingetreten sind. Die Forscher stellten im Gegenteil fest, dass die Artenvielfalt sich sogar erhöht hatte, da die Fundamente der Offshore-Anlagen künstliche Riffs bilden, an denen sich Muscheln, Seeanemonen und Seelilien sowie Seesterne ansiedeln. Zudem konnte festgestellt werden, dass durch geeignete Maßnahmen wie beispielsweise Schallschutzmaßnahmen sichergestellt werden kann, dass durch den Bau und Betrieb von Offshore-Windparks keine wesentliche Gefährdung für die Meeresumwelt entsteht. Schließlich wurde im Zuge der Konferenz auch die auf Basis der Untersuchungsergebnisse erarbeitete „Standard Untersuchung der Auswirkungen von Offshore-Windenergieanlagen auf die Meeresumwelt (StUK4)“ vorgestellt, die für die Errichter von Offshore-Windenergieanlagen verbindlich ist. Darin sind neue Erfassungs- und Bewertungsmethoden für das Vorkommen von Vögeln, Meeressäugern, Fischen und Bodenlebewesen in den Offshore-Windparks festgelegt. Der „Bundesfachplan Offshore Nordsee“ (2013) für die Stromnetze und das „Sicherheitsrahmenkonzept“, das zu Beginn des kommenden Jahres Windparkplanern und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden soll, werden die ökologischen Anforderungen an Offshore-Windparks ergänzen.

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