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Erste schwimmende Windenergieanlage in Frankreich ans Netz angeschlossen

Floatgen ist die erste schwimmende Windenergieanlage Frankreichs. Sie wurde am 18. September 2018 ans Netz angeschlossen. Die Anlage mit einer Nennleistung von 2 MW befindet sich auf einem Testfeld vor der Küste Westfrankreichs, in der Region Loire-Atlantique. Sie kann etwa 5.000 Anwohner mit Strom versorgen. Das Projekt,
das im Jahr 2013 gestartet wurde, ist eine Kooperation verschiedener europäischer Projektpartner: Ideol, die französische Ingenieursschule École centrale de Nantes sowie Bouygues. Das Projekt wird von der Europäischen Union, der ADEME (Französische Agentur für Umwelt und Energie) und der Region Pays de la Loire unterstützt. Die Windenergieanlage steht auf einem viereckigen gelben Schwimmer, der durch Nylonseile auf dem Meeresboden verankert wird.

Zurzeit existieren in Frankreich vier Pilotprojekte, die je eine installierte Leistung von 24 MW aufweisen. Diese Projekte werden jeweils durch eine Investitionshilfe in Höhe von 80 Millionen Euro unterstützt. Sie erhalten für das Projekt eine Einspeisevergütung in Höhe von 240 €/MWh.

Die französische Regierung könnte sich eine erste wettbewerbliche Ausschreibung für die schwimmenden Windenergieanlagen im Jahr 2019 vorstellen. Zuerst muss die Regierung jedoch Vorzugsstandorte für diese Anlagen definieren. Die mehrjährige Programmplanung für Energie in Frankreich, die verbindliche Ziele und Maßnahmen zur Weiterentwicklung der gesamten französischen Energieversorgung für die Sektoren Strom, Wärme und Verkehr sowie zur Senkung des Energieverbrauchs definiert, wird noch vor Ende des Jahres 2018 erwartet. Diese Planung wird voraussichtlich Ausschreibungen für schwimmende Windenergie auf See mit identifizierten Vorzugsgebieten für die Jahre 2019-2024 vorsehen.

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