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Speicherung von Erneuerbaren-Strom: Power-to-gas-Prinzip als Zukunftslösung

Die französische Agentur für Umwelt und Energie (ADEME), der französische Gasverteilnetzbetreiber GrDF sowie der Gasübertragungsnetzbetreiber GRTgaz haben im September eine Studie (auf Französisch) zum Thema Wasserstoff und Methanisierung als Verfahren zur Verwertung von überschüssigem Strom veröffentlicht (Link zur Kurzfassung der Studie, auf Französisch). Die Studie wurde im Rahmen der von der Regierung geplanten Maßnahmen zur Umsetzung der Energiewende durchgeführt. Ihre Ergebnisse sollen unter anderem dazu beitragen, das Ziel Frankreichs umzusetzen, die Treibhausgasemissionen bis 2050 mithilfe von Energiesparmaßnahmen und einem verstärkten Ausbau der erneuerbaren Energien um 75 % zu senken.

In erster Linie betont der Bericht die Komplementarität der Träger Gas und Strom und bekräftigt die Vorteile des Power-to-gas-Konzepts, überschüssigen Erneuerbaren-Strom in Wasserstoff oder Methan umzuwandeln. Die Autoren der Studie rechnen mit einer kommerziellen Einsatzfähigkeit der Technologie in Frankreich bis 2030. Des Weiteren gehen sie davon aus, dass durch das Power-to-gas-Verfahren jährlich zwischen 20 und 30 TWh an Erneuerbaren-Gas in die bestehenden Gasnetze eingespeist werden könnte, unter der Voraussetzung eines Marktanteils von über 50 % erneuerbarer Energien im Jahr 2050. Die Umwandlung von Strom in Gas könnte hiermit eine langfristige Speicherlösung darstellen. Neben den Perspektiven und Voraussetzungen für die Entwicklung dieser Technologie werden in diesem Bericht auch Empfehlungen an die französischen Behörden und Akteure der Branche ausgesprochen, um den Aufbau einer marktfähigen Industrie in Frankreich zu ermöglichen. Das Power-to-gas-Verfahren wurde unter anderem auch auf einer vom DFBEE am 24. Juni 2014 organisierten Konferenz zum Thema Wasserstoff in Deutschland und Frankreich behandelt.

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