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Webinar zu Ausschreibungen von Windenergie an Land

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Am 7. Mai 2026 veranstaltete das Deutsch-französische Büro für die Energiewende (DFBEW) ein Webinar zum Thema:

Ausschreibungen von Windenergie an Land:
Konzepte und Perspektiven

Frankreich und Deutschland waren 2025 mit 1,85 GW bzw. 14,43 GW in Europa Spitzenreiter bei den ausgeschriebenen Kapazitäten für neue Windenparks. Während in Polen, Österreich und Italien kleiner Mengen ausgeschrieben wurden, war in Ländern wie Dänemark und Spanien Flaute bei den Ausschreibungen für Wind an Land.

In der letzten Ausschreibungsrunde in Deutschland im Februar 2026 hat sich der seit 2024 bestehende Trend sinkender Referenzpreise weiter verstärkt. Der durchschnittliche mengengewichtete Zuschlagswert liegt nun bei 5,54 ct/kWh. Diese Entwicklung ist in Frankreich schwächer ausgefallen, mit einem leichten Rückgang auf 8,66 ct/kWh im September 2025. Bei den Ergebnissen ist zu beachten, dass die Referenzpreise in Deutschland je nach Güte des Standorts mit einem Korrekturfaktor multipliziert werden und dadurch tendenziell höher ausfallen als in den offiziellen Ausschreibungsergebnissen.

Eine ähnliche Tendenz weisen beide Länder bei der Überzeichnung der Ausschreibungen auf, wobei die Entwicklung auch hier in Deutschland stärker ausschlägt. Hintergrund ist ein starker Anstieg von Genehmigungen in Deutschland. Mit 20,8 GW genehmigter Leistung allein im Jahr 2025 wurde ein Allzeithoch erreicht.

Für das Jahr 2026 steht in Deutschland mit insgesamt fast 11 GW wieder ein großes Volumen zur Ausschreibung. In Frankreich sind nach Erscheinen der PPE3 für dieses Jahr insgesamt 1,6 GW vorgesehen. Dabei sollen besonders Repowering-Projekte zum Zuge kommen.

In diesem Webinar, an dem knapp 50 Personen teilnahmen, beantworteten Prof. Dr. Marion Ott (ZEW & Uni Gießen), Louis Menard (Enertrag) und Alexander Rabuske (Qualitas Energy) die folgenden Fragen:

  • Wie ist die Lage bei Windausschreibungen in Frankreich, Deutschland und in Europa?
  • Wie unterscheiden sich die Ausschreibungsmodelle in Deutschland und Frankreich?
  • Welche Ursachen haben die aktuellen Entwicklungen und wie wirken sie sich auf die Energiewende aus?
  • Welche strategischen Perspektiven ergeben sich für Projektentwickler?
  • Wie könnten sich die Ausschreibungsergebnisse in Zukunft entwickeln?

 

Referent:innen:

  • Prof. Dr. Marion Ott, Deputy Head of Research Department at ZEW Mannheim and Professor of Market Design at Justus Liebig University Giessen
  • Louis Menard, Head of Financing International, Enertrag
  • Alexander Rabuske, Planning Engineer | Specialist in Military Affairs, Radar, Seismology and Planning Law, Qualitas Energy

Moderatorin :

  • Céline Pizzotti, stellvertretende Geschäftsführerin, Deutsch-französisches Büro für die Energiewende
Die Präsentation und das Video des Webinars können nach erfolgtem Login in den DFBEW-Mitgliederbereich auf dieser Seite eingesehen werden. Mitarbeiter eines DFBEW-Mitglieds, die bisher noch kein Benutzerkonto haben, können dieses über diesen Link anlegen.

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