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Politischer Abend zu Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit der Industrie in Frankreich und Deutschland

Gesellschaft, Umwelt & Wirtschaft

Paris

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Am 6. Dezember 2023 veranstaltete das Deutsch-französische Büro für die Energiewende (DFBEW) in Partnerschaft mit der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Frankreich einen politischen Abend, an dem über 70 Gäste teilnahmen, zum Thema:

Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit der Industriestandorte Deutschland und Frankreich:
Der Einfluss der europäischen Green Deal Instrumente

Im Jahr 2023 hat sich im Bereich des Europäischen Grünen Deals viel getan. Die Reform des EU-Emissionshandelssystems sowie der C02-Grenzausgleichsmechanismus (CBAM) wurden final angenommen. Im Februar wurde zudem der Grüne Industrieplan vorgestellt. Derzeit laufen Gesetzgebungsprozesse zu dem darunterfallenden Netto-Null-Industriegesetz, dem Gesetz zu kritischen Rohstoffen, sowie zur Reform des Strommarktdesigns. Im Zuge des politischen Abends diskutierten die Panelisten welchen Einfluss die Instrumente des Grünen Deals auf die Transformation und Wettbewerbsfähigkeit der Industriestandorte Deutschland und Frankreich haben.

Der Botschafter des Bundesrepublik Deutschland nannte in seinem Grußwort die Attraktivität, die Wettbewerbsfähigkeit und damit die Zukunft der Industriestandorte Frankreich und Deutschland eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Sie seien untrennbar verbunden mit Themen wie der Beschäftigung, dem Wohlstand, Sozialleistungen, Forschungs- und Innovationsfähigkeit, der Stärkung der Widerstandsfähigkeit und der Souveränität sowie dem Zusammenhalt innerhalb der Gesellschaften. Niels Schuster, Assistent des Generaldirektors der Generaldirektion Klimapolitik bei der Europäischen Kommission präsentierte bereits verabschiedete und laufende Initiativen. Er legte dar, dass die EU bereits vieles von dem erreicht habe, was sie sich mit dem Grünen Deal vorgenommen habe. Er erinnerte daran, dass dem Grünen Deal zum Zeitpunkt seiner Vorstellung im Jahr 2019 noch vorgeworfen worden sei, zu ehrgeizig zu sein. Jetzt laufe man stattdessen Gefahr, von anderen überholt zu werden. Die Antwort der EU auf diese und weitere Herausforderungen wie die hohen Energiepreise sei eine noch engere Verzahnung des Green Deals mit der Industriepolitik.

Auf dem Podium diskutierten Laurent Kueny, Direktor für Energie beim Ministerium für den energetischen Wandel (MTE), Oliver Rentschler, Abteilungsleiter für Klimaaußenpolitik und Geoökonomie beim Auswärtigen Amt, Tobias Brandis, Präsident des Geschäftsbereichs Polysilicium bei Wacker Chemie sowie Pierre-Emmanuel Martin, Präsident des PV-Modulherstellers Carbon. Die Panelisten waren sich einig, dass die Industriepolitik eine neue Bedeutung in Europa eingenommen habe. Tobias Brandis lobte dies, kritisierte aber den Mangel an konkreten Förderinstrumenten. Er wies zudem darauf hin, dass ein starkes Europa auch jedem Einzelstaat helfe. Pierre-Emmanuel Martin wünschte sich eine engere deutsch-französische Kooperation und zeigte Punkte auf, in denen die beiden Ländern in den letzten Jahren schon voneinander gelernt hätten. Oliver Rentschler wies auf die absolute Notwendigkeit für den Grünen Deal vor dem Hintergrund aktueller Klimaprojektionen hin. Europa müsse mit gutem Beispiel voran gehen und gleichzeitig die globale Gerechtigkeit mitdenken. Laurent Kueny hob hervor, dass es jetzt wichtig sei, nicht eine Abhängigkeit durch eine andere zu ersetzen. Zudem müssen man es der Industrie ermöglichen, sich im Bereich der erneuerbaren Energien zu entwickeln.

 

Partner:

Grußworte

S. E. Stephan Steinlein
Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Frankreich

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Sven Rösner
Geschäftsführer
Deutsch-französisches Büro für die Energiewende (DFBEW)

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Keynote: Strategie
der EU Kommission zur Sicherung der Resilienz und Zukunftsfähigkeit der europäischen Industriestandorte

Niels Schuster
Assistent des Generaldirektors, Generaldirektion Klimapolitik (DG CLIMA)
Europäische Kommission

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Die Rolle
der EU Green Deal Maßnahmen für die Transformation und die Wettbewerbsfähigkeit der Industriestandorte in Deutschland und Frankreich

Podiumsdiskussion:

  • Laurent Kueny, Direktor für Energie, Generaldirektion für Energie und Klima, Ministerium für den energetischen Wandel (MTE)
  • Oliver Rentschler, Abteilungsleiter für Klimaußenpolitik und Geoökonomie, Auswärtiges Amt
  • Tobias Brandis, Präsident des Geschäftsbereichs Polysilicium, Wacker Chemie
  • Pierre-Emmanuel Martin, Präsident, Carbon
  • Frank Koch, CEO, Swiss Steel Group

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