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Trennung der deutsch-österreichischen Strompreiszone

Seit dem 1. Oktober 2018 gilt die Trennung der deutsch-österreichischen Strompreiszone. Fortan gibt es also keinen unbegrenzten Stromhandel zwischen den beiden Ländern mehr. Allerdings wird der Stromhandel zwischen den traditionell gut integrierten Märkten auch künftig in großem Umfang möglich sein. Gemäß einer gemeinsamen Pressemitteilung der deutschen Bundesnetzagentur (BNetzA) und der österreichischen Regulierungsbehörde Energie-Control Austria vom 1. Oktober 2018 ist weiterhin ein Stromaustausch mit einer Leistung von 4.900 Megawatt, abgesichert durch Langfristkapazitäten, gewährleistet. Je nach Netzsituation kann dies durch weitere Kapazitäten ergänzt werden.

Der Einschränkung des Handels steht der positive Effekt gegenüber, dass der Stromhandel nun an die jeweilige Netzsituation der Länder angepasst wird und damit Energieflüsse für die Übertragungsnetzbetreiber besser beherrschbar werden. Zusätzlich wird die Netzsicherheit beider Länder durch Redispatchleistungen aus österreichischen Kraftwerken unterstützt. Die Trennung des gemeinsamen Strommarktes zwischen Österreich und Deutschland, der mehr als 15 Jahre Bestand hatte, geht auf einen Beschluss der europäischen Agentur für die Zusammenarbeit der Energieregulierungsbehörden (ACER) aus dem November 2016 zurück. Im Mai 2017 hatten sich dann die zuständigen Behörden der beiden Länder auf die konkreten Umsetzungsmodalitäten geeinigt.

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