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Memo zu den neuen Strombedarfen und Flexibilitätspotenzialen der Stahlindustrie

Das Deutsch-französische Büro für die Energiewende (DFBEW) veröffentlicht ein Memo zum Thema:

Werden Stahlhersteller zu den großen Stromverbrauchern der Zukunft?
Analyse des Bedarfs und der Flexibilitätspotenziale

Sowohl in Frankreich als auch in Deutschland ist die Stahlproduktion der Industriezweig mit den höchsten Treibhausgasemissionen. In Frankreich entfielen im Jahr 2021 fast 27 % der industriellen Treibhausgasemissionen auf die Stahlindustrie. In Deutschland war der Sektor im Jahr 2022 für 29 % der industriellen Emissionen verantwortlich, was 6,5 % der gesamten nationalen Emissionen entspricht. Um ihren CO₂-Fußabdruck zu verringern, stellt die Stahlindustrie schrittweise auf Verfahren um, die auf Elektrifizierung und Wasserstoff basieren.  Diese Transformation der Branche wird zu einem starken Anstieg des Strombedarfs der europäischen Stahlindustrie führen. Dieser könnte bis 2030 etwa 165 TWh pro Jahr erreichen. 

Vor diesem Hintergrund wird Flexibilität zu einem wichtigen Faktor für die Senkung künftiger Kosten, die durch den steigenden Stromverbrauch entstehen. Dieser Strombedarf in Verbindung mit Flexibilitätspotenzialen macht die Stahlindustrie für den Sektor der erneuerbaren Energien besonders interessant. So könnte die Stahlindustrie zu einem wichtigen Partner für Stromabnahmeverträge (Power Purchase Agreements, PPA) oder andere Formen der Stromversorgung werden.

Dieses Memo behandelt unter anderem die folgenden Punkte:

  • Die Primärstahlproduktion und die schrittweise Stilllegung der Hochöfen
  • Die Rolle des Lichtbogenofens bei der Dekarbonisierung der Stahlindustrie
  • Der mittelfristige zusätzliche Strombedarf der Branche
  • Die damit verbundenen Flexibilitätspotenziale

Dieses Dokument ist der erste Teil einer Reihe, die sich der Dekarbonisierung der Stahlindustrie widmet. Ein weiteres Memo wird konkrete Projekte zur Dekarbonisierung des Sektors aufgreifen und dabei den Schwerpunkt auf die entscheidende Rolle von Wasserstoff legen.

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