Panorama der Wärmewende in Frankreich und Deutschland
Das Deutsch-französische Büro für die Energiewende (DFBEW) veröffentlicht ein Panorama zum Thema:
Panorama der Wärmewende in Frankreich und Deutschland:
Ziele, Technologien und Kosten
In Frankreich und Deutschland wird Wärme nach wie vor überwiegend aus fossilen und importierten Energieträgern erzeugt. Erdgas ist dabei der wichtigste Energieträger, wodurch beide Länder der Preisvolatilität dieses Produkts und ihren wirtschaftlichen Konsequenzen ausgesetzt sind. Diese wurden zuletzt durch geopolitische Krisen und Energiekrisen noch verstärkt, was den finanziellen Druck für Wärmeverbraucher erhöht und die Notwendigkeit einer beschleunigten Wärmewende deutlich macht.
Um die Entwicklung verschiedener Wärmeversorgungslösungen sowie die Wärmerückgewinnung voranzutreiben, haben beide Länder eine Reihe politischer Instrumente und Fördermaßnahmen eingeführt. Ziel ist es, die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit dieser Wärmeversorgungslösungen gegenüber herkömmlichen, fossilen Alternativen zu stärken. In Deutschland stieg der Anteil des Wärmeverbrauchs, der durch erneuerbare Energien und Abwärme gedeckt wird, von 12,3 % im Jahr 2009 auf 18,2 % im Jahr 2024. In Frankreich stieg dieser Anteil im selben Zeitraum von 15,7 % auf 28,9 %. Die Umsetzung der Wärmewende hat eine systemische Dimension, denn sie beruht auf der Kombination unterschiedlicher – sowohl zentralen als auch dezentralen – Versorgungslösungen, die eine optimale Nutzung der verfügbaren lokalen Ressourcen ermöglichen.
Das Panorama verschafft einen Überblick über den Stand der Wärmewende in Frankreich und Deutschland. Es stützt sich auf die in den letzten Jahren vom DFBEW veröffentlichten Beiträge zu den verschiedenen Bereichen der Wärmeerzeugung sowie zu den geltenden rechtlichen Rahmenbedingungen, die auf deren Dekarbonisierung abzielen.
Dieses Panorama behandelt folgende Themen:
- Die europäischen und nationalen Strategien zur Dekarbonisierung der Wärmeversorgung
- Die wichtigsten Wärmeversorgungslösungen und die Abwärmenutzung
- Die Kosten der Wärmeerzeugung je nach Versorgungslösung
- Die relevantesten Herausforderungen bei der Wärmewende